Der Angst-Code

Eine der stärksten Emotionen ist die Angst. Wer es schafft, Angst vor einem Feindbild zu erregen, kann das Verhalten eines Menschen manipulieren.

Besonders Politiker nutzen diese Technik, wenn sie von der Terrorgefahr reden oder auch von der Gefahr des Klimawandels. Und auch die Werbung bedient sich dieser Manipulationstechnik, um unser Verhalten zu steuern.

Autohersteller werben für die Sicherheit ihrer Produkte, nutzen also die Angst vor dem Unfall. Doch wer Angst macht, muss auch einen Ausweg bieten, sonst reagieren Menschen nur verstört.

Politiker bieten Gesetze an, Werber ihre Produkte. Experimente aus der Sozialpsychologie haben jedoch gezeigt: Das Verhalten von Menschen kann man nur beeinflussen, wenn man ein mittleres Angstniveau erzeugt. Ist die Angst niedrig, passiert gar nichts.

Ist die Angst zu gross, fühlen sich die Menschen machtlos und glauben nicht, das sie noch etwas ändern können. Zudem unternehmen etwa 80 Prozent der Menschen wesentlich mehr dafür, einen Verlust zu vermeiden, als sie unternehmen, um etwas zu bekommen.

Es sind genau diese berechenbaren Verhaltensmuster, die eine subtile Manipulation erst ermöglichen. Vorausgesetzt, man benutzt die richtige Techniken - und das Opfer kennt weder die Geheimcodes der Beeinflussung noch eine Abwehrstrategie, um sich zu schützen...